PEEK-verstärkte PTFE-Dichtungen: Revolutionäre Leistung für extreme Bedingungen

PEEK-verstärkte PTFE-Dichtungen

Die Integration von 20 % Polyetheretherketon (PEEK)-Nanopartikeln in PTFE-Matrizen erzeugt eineHybridmaterialDas definiert die Grenzen herkömmlicher Dichtungslösungen neu. Nachfolgend finden Sie eine technische Analyse seiner Eigenschaften, Verbesserungen und Anwendungsbereiche:

Kernmerkmale: Synergistische Strukturvorteile

Eigentum 20 % PEEK/PTFE Reines PTFE Verbesserung
Druckfestigkeit 35–42 MPa 12–15 MPa 200 % ↑
PV-Grenze 3,0–3,5 MPa·m/s 0,6–0,8 MPa·m/s 400 % ↑
HDT @ 0,45 MPa 260–300 °C 121°C 120 % ↑
Verschleißrate 5×10⁻⁷ mm³/N·m 2×10⁻⁶ mm³/N·m 75 % ↓
Kompressionskriechen <15 % (100 °C/24 h) >50% 70 % ↓

Das starre Grundgerüst von PEEK sorgt für strukturelle Unterstützung, während PTFE die Selbstschmierung aufrechterhält, wodurch ein Verbundwerkstoff mit „keramischer Festigkeit + Fluorpolymer-Schmierfähigkeit“ entsteht.


Wichtigste Leistungsverbesserungen

  1. Beseitigung von Kaltströmung
    • PEEK-Nanofasern (200-500 nm) bilden Verstärkungsnetzwerke an den Korngrenzen von PTFE.
    • Die Verformung bei 10 MPa/150 °C sinkt von 47 % (reines PTFE) auf 11 %.
  2. Tribologischer Durchbruch
    • Erhält μ = 0,05–0,10 bei 8-fach längerer Lebensdauer.
    • Hält 5.000 Stunden unter trockener Reibung (5 MPa, 1 m/s) stand, im Vergleich zu 600 Stunden bei reinem PTFE.
  3. Ausdehnung der thermischen Stabilität
    • Dauerbetriebstemperatur: 310 °C (gegenüber 260 °C bei PTFE).
    • Die Lebensdauer der Dichtung von Turboladern im Automobilbereich erhöht sich um 400 % bei 300 °C/15.000 U/min.
  4. Verbesserung der Chemikalienbeständigkeit
    Medium 20 % PEEK/PTFE Reines PTFE
    Starke Oxidationsmittel ✓ (98% H₂SO₄) ✘ (Versagt in HNO₃-Dämpfen)
    Organische Lösungsmittel ✓ (Aceton/Xylol) △ >25% Schwellung
    Hochdruckdampf ✓ (230 °C/4 MPa) ✘ (Kriecht bei 150°C)

Wesentliche Unterschiede zu reinem PTFE

Aspekt 20 % PEEK/PTFE Reines PTFE
Mikrostruktur Semi-IPN-Nanofaser-verstärkt Lamellenkristallstapelung
Fehlermodus Gleichmäßiger Verschleiß (<1μm Transferfilm) Durch Kälteströmung verursachter Kollaps
Verarbeitung Blend-Sinter-Isostatische Presse Konventionelle Kompression
(Dichte >2,16 g/cm³) (Dichte 2,1–2,2 g/cm³)
Geschwindigkeitsbegrenzung 20 m/s (trocken) <5 m/s

Zielanwendungen

  1. Systeme für extreme Temperaturen
    • Flugzeugtreibstoffventile (Temperaturzyklen von -54 °C bis 280 °C).
    • Dichtungen der Bipolarplatten von PEMFCs (110°C + elektrochemische Korrosion).
  2. Hochdruck-/Schmierstofffrei
    • Superkritische CO₂-Kompressoren (31,1 MPa/100 °C).
    • Hydraulische Servozylinder (35 MPa Hubbewegung).
  3. Aggressive chemische Umgebungen
    Industrie Anwendung Vorteil
    Halbleiter Dichtungen der Plasmaätzkammer Beständig gegen CF₄/O₂-Plasma
    Chemische Verarbeitung Konzentrierte H₂SO₄-Pumpendichtungen Keine Schwellung/metallfrei
    Medizinisch Autoklavierbare Drehgelenke Korrosionsbeständigkeit der Güteklasse 316L
  4. Gewichtsempfindliche Ausrüstung
    • EV-Antriebsstränge (60 % leichter als Metalldichtungen, k >0,45 W/m·K).

Auswahlrichtlinien

  • Empfohlen:
    ✓ Temperaturen >200°C ohne Schmierung
    ✓ Starke Säuren/Oxidationsmittel (z. B. HF/H₂SO₄)
    ✓ PV >1,5 MPa·m/s Rotationsdichtungen
  • Vermeiden:
    ✘ Kryogener LH₂-Einsatz (PTFE-Sprödigkeit bleibt bestehen)
    ✘ Kostenorientierte Anwendungen (4–6× PTFE-Materialkosten)

Nächste Grenze: 30% PEEK/PTFE-Verbundwerkstoffe bestehen jetzt Tests bei 350°C/25MPa über 10.000 Stunden in Kühlmittelpumpen von Kernreaktoren und setzen damit neue Maßstäbe für extreme Dichtungen.


Veröffentlichungsdatum: 16. Juli 2025