In der Lebensmittelverarbeitung ist die Einhaltung höchster Hygienestandards unerlässlich. Das Versiegeln spielt eine entscheidende Rolle für die Unversehrtheit und Sicherheit der Lebensmittel während des gesamten Verarbeitungsprozesses. Aufgrund der strengen Hygienevorschriften steht dieser Sektor jedoch vor besonderen Herausforderungen beim Versiegeln. Im Folgenden werden einige dieser Herausforderungen näher betrachtet und mögliche Lösungsansätze vorgestellt.
Kontaminationsrisiko:
In Lebensmittelverarbeitungsumgebungen muss die Kontaminationsfreiheit gewährleistet sein, um lebensmittelbedingte Erkrankungen zu verhindern. Dichtungen, die sich zersetzen oder Partikel abgeben, können ein erhebliches Kontaminationsrisiko darstellen. Daher ist die Auswahl von Dichtungen aus Materialien mit geringer Partikelabgabe, wie z. B. lebensmittelechtem Silikon oder PTFE, unerlässlich, um die Hygienevorschriften einzuhalten.
Hochtemperaturverarbeitung:
Viele Lebensmittelverarbeitungsprozesse, wie Kochen, Pasteurisieren oder Sterilisieren, erfordern hohe Temperaturen. Die in solchen Anwendungen verwendeten Dichtungen müssen hohen Temperaturen standhalten, ohne ihre Dichtigkeit zu beeinträchtigen. Silikondichtungen, die für ihre hervorragende Hitzebeständigkeit bekannt sind, werden häufig in Hochtemperatur-Lebensmittelverarbeitungsanlagen eingesetzt.
Chemische Beständigkeit:
Reinigungs- und Desinfektionsverfahren in Lebensmittelverarbeitungsbetrieben erfordern häufig den Einsatz aggressiver Chemikalien und Reinigungsmittel. Dichtungen, die diesen Chemikalien ausgesetzt sind, müssen eine hohe chemische Beständigkeit aufweisen, um eine Zersetzung oder das Auslaugen schädlicher Substanzen in die Lebensmittel zu verhindern. Fluorkohlenstoffbasierte Dichtungen, wie beispielsweise Viton®, werden aufgrund ihrer überlegenen chemischen Beständigkeit bevorzugt.
Einhaltung regulatorischer Standards:
Lebensmittelverarbeitende Betriebe unterliegen strengen gesetzlichen Bestimmungen zur Gewährleistung von Lebensmittelsicherheit und -hygiene. Die in Lebensmittelverarbeitungsanlagen verwendeten Dichtungen müssen den entsprechenden Vorschriften und Normen entsprechen, beispielsweise den FDA-Richtlinien (Food and Drug Administration) in den USA oder den EU-Vorschriften. Die Verwendung von Dichtungen mit entsprechenden Zertifizierungen gewährleistet die Einhaltung dieser Normen.
Hygienische Gestaltungsaspekte:
Dichtungslösungen sollten unter hygienischen Gesichtspunkten entwickelt werden und glatte, spaltfreie Oberflächen aufweisen, die leicht zu reinigen und zu sterilisieren sind. Darüber hinaus sollten die Dichtungen resistent gegen Bakterienwachstum sein und ein hygienisches Umfeld in den Verarbeitungsanlagen gewährleisten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Bewältigung von Dichtungsproblemen in der Lebensmittelverarbeitung eine sorgfältige Auswahl von Dichtungen erfordert, die den spezifischen Anforderungen der jeweiligen Branche entsprechen. Durch die Wahl geeigneter Dichtungsmaterialien und -konstruktionen können Lebensmittelverarbeitungsunternehmen Hygienestandards einhalten, Kontaminationsrisiken minimieren und die Sicherheit und Qualität ihrer Produkte gewährleisten.
Veröffentlichungsdatum: 10. April 2024
