Wird Rost am metallischen Dichtungsring die Dichtungsleistung beeinträchtigen?

Metallsiegel

Metalldichtungen sind unverzichtbare Dichtungselemente in Industrieanlagen, deren Funktionsfähigkeit direkt mit dem stabilen Betrieb und der Sicherheit der Anlagen zusammenhängt. In feuchten, heißen oder korrosiven Umgebungen bildet sich jedoch häufig Rost (Eisenoxid) auf der Oberfläche von Metalldichtungen. Beeinträchtigen diese scheinbar unauffälligen Rostflecken tatsächlich die Dichtungsleistung? Dieser Artikel untersucht die Ursachen, Gefahren und Gegenmaßnahmen von Rost eingehend.

Ursachen und potenzielle Gefahren von Rost
Rost entsteht durch die Oxidationsreaktion von Metallen (insbesondere eisenhaltigen Werkstoffen) mit Sauerstoff und Feuchtigkeit. Bei längerer Einwirkung von Feuchtigkeit, Säure oder hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit bildet sich auf der Oberfläche leicht eine Rostschicht. Ist das Material selbst nicht ausreichend korrosionsbeständig (wie z. B. gewöhnlicher Kohlenstoffstahl) oder ist die Oberflächenschutzschicht (z. B. Beschichtung) beschädigt, beschleunigt dies den Rostprozess.

Zu den versteckten Gefahren, die von Rost ausgehen, gehören:

Erhöhte Oberflächenrauigkeit: Die Rostschicht führt zu einer unebenen Dichtfläche, zerstört die ursprüngliche Oberflächenbeschaffenheit, bewirkt, dass die Dichtung nicht mehr dicht an der Kontaktfläche anliegt und verursacht Leckagen.

Verschlechterung der mechanischen Eigenschaften: Rost schwächt die Elastizität und Zugfestigkeit des Metalls, wodurch der Dichtungsring unter hohem Druck oder Vibrationen leichter verformt werden oder sogar brechen kann.

Dynamisches Dichtungsversagen: Bei rotierenden oder hin- und hergehenden Bewegungen kann Rost den Reibungskoeffizienten erhöhen und dadurch abnormalen Verschleiß oder Blockierungen verursachen.

Direkter Einfluss von Rost auf die Dichtungsleistung
Erhöhtes Leckagerisiko

Durch Rost verursachte Oberflächenrisse oder Abplatzungen bilden winzige Spalten, die zu Kanälen für das Austreten von Flüssigkeiten oder Gasen werden.

In Hochdrucksystemen kann Rost zu Spannungskonzentrationen führen und den Ermüdungsbruch des Dichtrings beschleunigen.

Verschlechterung der Korrosionsbeständigkeit

Die poröse Struktur des Rosts absorbiert korrosive Medien (wie Säure und Salznebel) und beschleunigt so die chemische oder elektrochemische Korrosion der Metallmatrix.

Wenn beispielsweise der verrostete Dichtungsring in der Chemikalienpipeline mit starker Säure in Kontakt kommt, kann dies aufgrund lokaler Korrosionsdurchbrüche zu schwerwiegenden Leckageunfällen führen.

Verminderte Temperaturanpassungsfähigkeit

Rost verändert die Wärmeausdehnungseigenschaften des Metalls. Bei hohen Temperaturen kann der Dichtungsring aufgrund lokaler Verformung seine Dichtwirkung verlieren.

Schlüsselfaktoren, die Rostschäden beeinflussen
Materialauswahl

Bevorzugte korrosionsbeständige Werkstoffe: wie Edelstahl (316L), Hastelloy oder Titanlegierungen können die Rostbildung erheblich reduzieren.

Oberflächenmodifizierungstechnologie: Verchromen, Nitrieren oder Aufsprühen einer Keramikbeschichtung auf normalen Stahl zur Verbesserung der Rostbeständigkeit.

Umweltbedingungen

In chloridhaltigen (wie z. B. Meerwasser), sauren oder alkalischen Medien sind gezielte Schutzlösungen erforderlich.

Instandhaltungsmanagement

Vermeiden Sie Kratzer auf der Dichtfläche während der Montage. Regelmäßige Reinigung und das Auftragen von Rostschutzfett können die Lebensdauer des Dichtrings verlängern.

Drei Strategien zur Lösung des Rostproblems

1. Materialverbesserung

In stark korrosiven Umgebungen werden Dichtungsringe aus Nickelbasislegierungen (wie z. B. Inconel 625) oder mit Polytetrafluorethylen (PTFE) beschichteten Metallen bevorzugt.

Eine wirtschaftliche Lösung besteht darin, Dichtungsringe aus Gummi-Metall-Verbundwerkstoff zu verwenden, um korrosive Medien mithilfe von Elastomeren zu isolieren.

2. Oberflächenverstärkungstechnologie

Beschichtungsschutz: Aufsprühen von PTFE, DLC (diamantähnliche Kohlenstoffbeschichtung) oder Keramikbeschichtung zur Verbesserung der Oberflächenkorrosionsbeständigkeit.

Passivierungsbehandlung: Durch chemische oder elektrochemische Verfahren wird eine dichte Oxidschicht auf der Metalloberfläche gebildet, um die Korrosion zu verzögern.

3. Intelligente Überwachung und Wartung

Nutzen Sie akustische Emissionssensoren oder Infrarot-Wärmebildtechnik, um den Zustand des Dichtungsrings in Echtzeit zu überwachen und frühzeitig vor Korrosionsrisiken zu warnen.

Legen Sie einen regelmäßigen Austauschzyklus fest, insbesondere um das Wartungsintervall bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit zu verkürzen.

Abschluss
Die schädliche Wirkung von Rost auf Metalldichtungen sollte nicht unterschätzt werden. Er beeinträchtigt nicht nur die Oberflächenästhetik, sondern kann auch zu Leckagen, Geräteausfällen und sogar Sicherheitsunfällen führen. Das Korrosionsrisiko lässt sich durch eine sorgfältige Materialauswahl, verstärkten Oberflächenschutz und optimierte Einsatzbedingungen wirksam minimieren. Für kritische Anlagen empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit professionellen Dichtungsherstellern (wie Parker Hannifin und Trelleborg), um maßgeschneiderte Lösungen für einen langfristig zuverlässigen Betrieb des Dichtungssystems zu entwickeln.


Veröffentlichungsdatum: 13. Februar 2025